staatlich anerkannter Erholungsort

Gemeinde Bockhorn, Am Markt 1, 26345 Bockhorn
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Viszontlátásra – auf Wiedersehen in Bockhorn…..

...so heißt es am Sonntagnachmittag in der ungarischen Partnergemeinde Vértessomló (Schemling). 39 Bockhorner Bürgerinnen und Bürger, an ihrer Spitze Bürgermeister Ewald Spiekermann, weilten vom 1. Oktober bis zum 4. Oktober 2009 anlässlich eines Besuches im Rahmen der seit dem Jahre 2002 bestehenden Europäischen Partnerschaft in Ungarn.

       

      - Ein Reisebericht von Gisela Schweers-Steindor -

1. Tag
Am Mittwoch dem 30. September starten wir mit einem modernen Reisebus aus einem noch fast schlafenden Bockhorn in Richtung Schemling. Die Reiseroute wird auf der Hinfahrt durch eine Zwischenübernachtung in Deggendorf an der Donau unterbrochen.

 

 

2. Tag
Am Donnerstagnachmittag erreichen wir gegen 16.00 Uhr unser Ziel, die Gemeinde Vértessomló ca. 60 km vor Budapest. Dort werden wir von unseren Gastgebern sehr herzlich empfangen. Es werden die Quartiere aufgenommen und zum anschließenden Begrüßungs-Abend erscheinen alle Gastgeber und wir Bockhorner Gäste schon mit einem strahlenden Gesichtsausdruck, denn bereits zum 1. Abendessen in den Familien werden jegliche Kostbarkeiten aus den Speisekammern und den privaten Kellern angeboten und verzerrt. Dieser Abend im Kulturhaus der Gemeinde dient jeweils  zum gegenseitigen Kennen lernen und für alle alten Bekannten zum Vertiefen ihrer Beziehungen und zum Austausch aller Neuigkeiten.

 

3. Tag
Heute steht eine Fahrt nach Budapest auf dem Programm. Unser Bus bringt uns um 8.00 Uhr in die Hauptstadt Ungarns. Ursprünglich bestand die Hauptstadt aus 3 Orten wie Buda, Pest und Óbuda.
Seit 1872 sind die Stadtteile verbündet und die Hauptstadt Ungarns mit ca. 1,8 Millionen Einwohnern trägt ihren bekannten Namen. In Budapest lebt fast 1/5 der gesamten Bevölkerung Ungarns. Nach einem Besuch im Burgviertel auf Budaer Seite der Stadt mit der berühmten Fischerbastei (von der aus wir einen fantastischen Blick auf die Donau und den Stadtteil Pest mit der berühmten Kettenbrücke und dem Parlament genießen können), der Matthias-Kirche, dem Gellértberg mit der Freiheitsstatue, der Zitadelle und dem Sitz des ungarischen Präsidenten im Sándor-Palais gibt es schon den 1. Höhepunkt unserer Fahrt – nämlich die Besichtigung des ungarischen Parlaments auf der anderen Donauseite.

Ein weiterer Höhepunkt ist während der anschließenden Freizeit im Stadtteil Pest einer Gruppe gegönnt, die von der Vizebürgermeisterin Frau Susanna Pfiszterer in ein renommiertes Hotel direkt an der Donau geführt wird. Mit ihrer Tochter Katharina, die in diesem Hotel beschäftigt und für den VIP-Bereich zuständig ist, unternehmen wir einen Rundgang durch das Hotel und dürfen uns einen Moment wie Madonna oder Michael Jackson fühlen, als wir uns im VIP-Bereich und in der Präsidentensuite aufhalten. Katharina fühlt sich übrigens mit den Bockhornern sehr verbunden, weil sie schon oft mit der Delegation, aber auch schon mehrmals privat in Bockhorn zu Gast war.

Für unsere beiden jungen Mitreisenden Jasmina Wefer (15)
und Laura Hinrichs (12) ist neben der Eindrücke im Burgviertel und der Besuch im Parlament, das Shoppingerlebnis in der Einkaufsmeile Budapests etwas ganz Besonderes.

Um ca. 18.00 Uhr verlassen wir Budapest in Richtung Schemling. Nach einem  gemeinsamen Abendessen begeben sich alle Ausflügler mit dem Kopf voller schöner Eindrücke und dem Bauch voller ungarischer Köstlichkeiten zur Nachtruhe.

 

4. Tag
Wieder heißt es „Früh aus den Federn“. Um 9.00 Uhr steht ein Rundgang durch den Ort Vértessomló auf dem Programm. Es werden die Schule, die Sporthalle mit Fußballplatz, der Kindergarten, die Feuerwehr, das Rathaus, das Kulturhaus, die Bürgerschule und der gesamt Ort besichtigt.

 

Die Bockhorner Grundschullehrerin Christine Nack übergibt an die Schulleiterin in Schemling eine von ihr und ihren Schülern mit Briefen,, Bildern, Gedichten etc. liebevoll gestalte 2 m x 1,5 große Tafel. Die Bockhorner Lehrerin und die ungarische Schulleiterin streben eine Schulpartnerschaft an und wollen in ihren Kollegien um Unterstützung bitten.

 

 

Ab dem Nachmittag steht dann ein weiterer schöner Programmpunkt bzw. Höhepunkt unserer Reise nach Schemling an:
     Das Weinlesefest der Gemeinde!


     Es beginnt um 15.00 Uhr bei strahlendem Sonnenschein mit           einem 3-stündigen Umzug durch den Ort.

 

 

 


 Teilnehmer sind verschiedene Tanzgruppen, Sängerchöre,
Reiter-gruppen, Musikanten, die Bürgerinnen und Bürger selbst
und wir Bockhorner Gäste. Gisela Borchers und Marlies Müller nehmen in landestypischen Trachten mit am Umzug teil und ernten dafür viel Beifall.








Das auffallende an dem Umzug bzw. an dem ganzen Festtag ist,
dass keine gewerblichen Anbieter das Fest ausrichten, sondern die Schemlinger selbst.
An den Straßenrändern bieten die Bürger an vielen Ständen vor ihren Häusern verschiedene gebackene Leckerein und Canapés in unzählig vielen verschiedenen Sorten, verschiedene Säfte und Getränke sowie selbstverständlich, wie es sich bei einem Winzerfest gebührt, ihren selbst her gestellten Wein an.


Nach dem gemeinsamen Abendessen und dem anschließenden Winzer-ball fielen wir dann alle zufrieden und auch ein bisschen erschöpft in die Betten.

 

5. Tag
Der letzte Tag vor der langen Rückreise nach Bockhorn steht ganz im Zeichen der Familien und der Gäste. Um 9.45 Uhr trafen sich alle in der wunderschönen Kirche zum gemeinsamen Gottesdienst, der Dank der großen Unterstützung der Susanna Pfizsterer in ungarischer und deutscher Sprache abgehalten wurde.

Jasmina und Laura unternahmen eine Wanderung mit Peter Pfizsterer auf dem Somlóberg. Beide zeigten sind sehr angetan von der Herzlich-keit der Schemlinger und der Sauberkeit und Ordnung, die in der Schule herrschen. Überrascht sind sie allerdings darüber, dass dort die Schüler die  „Grundschule“  bis zur 8. Klasse besuchen und erst dann auf die weiterführenden Schulen wechseln. Nur bei entsprechend guten Leistungen ist ein Wechsel in Ausnahmefällen eher möglich.

Um 16.00 Uhr findet eine lange herzliche Verabschiedung statt und eine lange Heimreise steht vor uns.